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Foto Hildegard Limke

 

Die Letea-Flussinsel liegt zwischen den Flussarmen Chilia und Sulina (Karte). Sie ist mit einer Länge von etwa 20 Kilometern und einer maximalen Breite von 15 Kilometern die größte Sandbank des Donaudeltas. Die größte Höhe beträgt 13 Meter. Die Sandablagerungen sind teilweise zu Dünen aufgeschichtet.

 

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Reisegruppe auf den Dünen von Letea mit Blick auf den Letea Wald      Foto Ulrike Wizisk

 

In den Mulden zwischen den Dünenreihen ist das Grundwasser für die Wurzeln von Bäumen erreichbar, und es konnte sich ein Wald entwickeln. Der Letea-Wald ist der nördlichste subtropische Wald Europas und äußerst artenreich. Es wurden ca. 500 Pflanzen- und mehr als 3.000 Tierarten nachgewiesen (davon etwa 2.000 Insektenarten).

 

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Griechische Baumschlinge  (Periploca graeca)   -  Fotos Hildegard Limke

 

Eine Besonderheit ist die Griechische Baumschlinge (Periploca graeca), die sich um die Äste der Bäume windet und hier ihre nördliche Verbreitungsgrenze erreicht. Überhaupt zeichnet sich der Wald durch viele Schlingpflanzen (Efeu, Weinrebe, Hopfen) aus und bekommt dadurch im Sommer ein urwaldähnliches Aussehen.

Im Wesentlichen ist es ein Eichenwald, einige der Bäume sind mehrere hundert Jahre alt. In den alten, teils schon morschen Stämmen und dicken Ästen gibt es viele Nistmöglichkeiten für Vögel, wie Wiedehopf und Hohltaube. Auch Wildkatzen finden hier Unterschlupf.

Früher war das heute unter Naturschutz stehende Gebiet ein königliches Jagdrevier, vor allem wegen der “Schnepfenzüge”, wenn Waldschnepfen im Herbst durch das Delta ziehen.  Leider verhindern als Jagdwild ausgesetzte Fasane das Nachwachsen junger Eichen, denn sie verzehren vornehmlich Eicheln.

 

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links: Ringelnatter (eine östliche Unterart) “interessiert” sich für eine Fototasche  -  Foto Hildegard Limke

 rechts: Bäume des Leteawalds in den Dünentälern  - Foto Ulrich Leismann

 

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Dorf Letea  -  Fotos Ulrike Wizisk

 

Im Dorf Letea (ca. 2000 Einwohner) leben überwiegend Menschen ukrainischer Abstammung. Im wesentlichen bestreiten sie ihren Lebensunterhalt mit Fischfang und etwas Land- und Viehwirtschaft.

 

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Feuchthabitate um das Dorf Letea   -  Foto Ulrike Wizisk

 

Quellen und Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Letea-Wald

http://de.wikipedia.org/wiki/Biosphärenreservat_Donaudelta

Ein rumänisches Schülerprojekt über das Donaudelta: http://carolin.ro/carolin/tulcea/donaudeltaprojekt/index.html

UNESCO World Heritage Danube Delta

Birdlife Country Profile Romania  / Important Bird Areas Romania

 

 

 

 

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Donaudelta & Dobrudscha

Letea Flussinsel

Rosapelikan RO 2010_06_15 DDFT 0181 Dobrudscha U

Rosapelikane        Foto Ulrike Wizisk