Das Landschaftbild des Kaiserstuhls ist zum großen Teil durch den Weinbau geprägt, der nur wenig Raum für Natur bietet. Und gibt es in unmittelbarer Nähe zu den Rebanlagen wichtige Habitate für seltene Tier- Und Pflanzenarten. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um ursprüngliche Natur, sondern weitgehend um von Menschen geschaffene und nun zu pflegende Lebensräume.

Ursprünglich war der Kaiserstuhl wie der überwiegende Teil Mitteleuropas bewaldet. Reste dieser Vegetation sind die die Flaumeichenwälder, die hier in der wärmsten Region Deutschlands wuchsen. Die heutigen Reste sind aber keine Urwälder, sondern durch Forstwirtschaft (Niederwaldnutzung) geprägt. Die orchideenreichen Trockenrasen, die man mit viel Mühe offen hält, um die Blütenpracht zu erhalten, entstanden durch das Abholzen der Wälder zugunsten von Viehweiden und Mähwiesen. Die Hohlwege, die sich einst wie ein Labyrinth durch das Gebiet zogen, sind ein Produkt der Jahrhunderte langen Wegenutzung auf dem Lössuntergrund. Die letzten verbliebenen stehen heute unter Schutz, denn sie bergen eine interessante Artengemeinschaft.

 

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D 2012_05_24 Kaiserstuhl U G12 007 Badberg

 D 2012_05_25 Kaiserstuhl H 7D 031  Büchsenberg

D 2012_05_22 Kaiserstuhl U 7D 028 Eichgasse

Trockenrasen

Flaumeichenwälder

Löss-Hohlwege

 

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Kaiserstuhl

Lebensräume

D 2012_05_22 Kaiserstuhl U 7D 053 Bickensohl
D 2012_05_25 Kaiserstuhl U 7D 017 Liliental

Fotos Ulrike Wizisk