Trockenrasen wachsen an trockenen, nährstoffarmen Standorten. Diese Magerrasen sind sehr artenreich und beinhalten meist Pflanzen, die für Steppen und oder das Hochgebirge typisch sind. Sie sind in der Natur Mitteleuropas nur selten ausgebildet und kommen auf Böden vor, die nur wenig Wasser speichern können, also vornehmlich auf Sand oder auf Kalkgestein. Auch auf felsigem Untergrund mit nur wenig Bodenkrume und in steilen Lagen treten sie auf. Natürliche, ohne menschlichen Einfluss entstandene Trockenrasen werden als Volltrockenrasen bezeichnet.

Trockenrasen D 2012_05_25 Kaiserstuhl U G12 040 Liliental

Blick auf das Naturschutzgebiet “Badberg und Haselschacher Buck” mit Halbtrockenrasen und randlicher Verbuschungszone

       Foto Ulrike Wizisk

Die bunten, orchideenreichen Wiesen des Kaiserstuhls sind den Trockenrasen zuzuordnen. Sie entstanden jedoch bis auf einige kleinräumige Felsbiotope durch menschlichen Einfluss. Die ursprünglich heimischen Wälder wurden gerodet, um Mähwiesen und Weideflächen zu erhalten. In der heutigen Zeit werden diese nicht mehr genutzt und nur durch eine planvolle Landschaftspflege können die offenen Wiesen erhalten werden. Würde man diese sog. Halbtrockenrasen nicht regelmäßig mähen, käme es bald zur Verbuschung und anschließend würde der Wald das Gebiet zurückerobern.

Trockenrasen D 2012_05_22 Kaiserstuhl U 7D 005 Badberg

Halbtrockenrasen auf dem Badberg im Mai: Aufrechte Trespe und Futteresparsette       Foto Ulrike Wizisk

 

Die Blütenpracht der Trockenrasen wechselt naturgemäß stark mit den Jahreszeiten:

 

Quellen und weiterführende Links:

http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/biologie/projekt/wiese/vegetationskartierung_trockenrasen.html

http://www.natura2000.rlp.de/steckbriefe/index.php?a=s&b=l&pk=6210

 

 

 

 

TERRAblick Schriftzug Banner1

Kaiserstuhl

Trockenrasen

D 2012_05_22 Kaiserstuhl U 7D 053 Bickensohl
D 2012_05_25 Kaiserstuhl U 7D 017 Liliental

Fotos Ulrike Wizisk